Kanutouren
Kanu fahren© Naturpark Wildeshauser Geest

Kanutouren

für Familien, Gruppen, Naturgenießer und Schulklassen

Alle Teilstrecken sind von unterschiedlichem Charakter, jede verfügt über ihren ganz besonderen Reiz. Vom Wasser aus erhalten Sie unvergleichliche Landschaftseindrücke. Sie gelangen an Stellen, die nur auf dem Wasserweg zu erreichen sind. Zum Kennenlernen der Hunte und zum Erlernen des Kanufahrens eignen sich Tagestouren am besten. Für Touren über mehrere Tage gibt es verschiedene Übernachtungsangebote an der Strecke: vom Campingplatz bis zum Sterne-Hotel. Familien- oder Betriebsausfüge, Klassenfahrten, Tagesausflüge mit Picknick, kombinierte Fahrrad- und Kanutouren oder individuelle Genießer-Wochenenden – es gibt viele Möglichkeiten, die Hunte und Lohne per Boot zu entdecken. Individualtouristen können sich direkt an die Tourist-Informationen wenden.

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Hunteburg bis Barnstorf

Gesamtstrecke 40 km | 14 Ein- und Ausstiegsstellen | 1 Rastplatz | 13 Lehrpfad-Tafeln

Es ist etwas außergewöhnliches, eine Landschaft vom Wasser aus zu erleben: Mit dem Kanu können Sie die Hunte von Hunteburg bis Barnstorf auf gut 40 Kilometern erfahren. Dabei bietet diese Tour mit dem Dümmer und dem Ochsenmoor zwei besondere Höhepunkte. Nach der Überquerung des Dümmers geht es in die Lohne, die hinter Diepholz wieder in die Hunte fließt.

© Iris Hüttmann

Hunteburg – Eickhöpen → 11,1 km
Die Strecke beginnt auf einem begradigten Fluss und geht in den immer schöner werdenden renaturierten Teil über, der durch das Naturschutzgebiet Ochsenmoor mit seiner bedeutenden Tier- und Pflanzenvielfalt führt. Der Schäferhof lädt dort zu einer Pause ein. Vom schmalen Fluss geht es auf den Dümmer. Bei Wind kann das Überqueren der 16 Quadratkilometer großen Wasserfläche eine echte Herausforderung sein. Die Strandbars in Hüde und Lembruch sind bei jedem Wetter zu erreichen. Hier laden die Badestrände zum Anlegen ein. Vom Dümmer aus geht die Tour auf der Lohne weiter. Als Orientierung können die roten Häuser in Lembruch dienen, die man vom Wasser aus sehen kann. 750 m in nordwestlicher Richtung befindet sich die Einfahrt zur Lohne.

© Torsten Krüger

Eickhöpen – Diepholz → 9,3 km
Von der Kanueinsatzstelle in Eickhöpen (Lembruch) paddelt man stromabwärts auf der ruhigen Lohne durch eine Wiesenlandschaft, vorbei an Schilfflächen und überhängenden Trauerweiden – Urwaldatmosphäre, manchmal auch fischende Graureiher oder vorbeiziehende Schwäne inklusive. Ein besonderes Erlebnis ist das Paddeln durch die Kreisstadt Diepholz. Oft glaubt man, sich verfahren zu haben, so eng wird der Fluss; davon sollte man sich aber nicht irritieren lassen. Das Ziel ist ein Wehr am Rathaus – Eisdiele und Imbiss sind hier nicht weit.

© Landkreis Diepholz

Diepholz – Barnstorf → 22 km
Wer am Diepholzer Rathaus einsetzt – dort heißt der Fluss übrigens Flöthe –, fährt erst durch einen 100 Meter langen Tunnel und stößt dann wieder auf die Hunte. Ein anderer Startpunkt ist direkt an der Hunte (Parkweg). Die meisten der fünf Staustufen im Fluss können an den Umtragestellen einfach umgangen werden. Rechts und links des Ufers liegen bewaldete Altarme des Flusses. Auf dem Campingplatz in Ihlbrock findet sich eine Übernachtungsmöglichkeit direkt am Ufer. In Barnstorf bietet eine befahrbare Sohlgleite Wildwasserspaß im Flachland.

Die Hunte darf von Hunteburg bis zum Dümmer nur vom 1. Juli bis zum 31. Oktober befahren werden. 

Tipps für Ihre Sicherheit

  • Tragen Sie immer eine Schwimmweste!
  • Halten Sie reichlich Abstand von den Wehren, sowohl von oben als auch von unten!
  • Wenn das Wasser rauscht oder schäumt, ist Vorsicht angebracht: Es sind Hindernisse im Wasser. Wenn das Boot kentert, können Sie sich verletzen und das Boot könnte beschädigt werden. Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen Ihres Kanuvermieters!
  • An gefährlich erscheinenden Stellen sollten Sie aussteigen und sie sich erst einmal an sehen, bevor Sie durchfahren oder das Boot umtragen.
  • In der V-förmigen Stromzunge fließt das meiste Wasser, in der Regel sind dort keine Hindernisse, hier können Sie am besten durchfahren.
  • Kein Alkohol auf dem Wasser! Kanufahren hat viel mit Gleichgewicht zu tun. Alkohol vermindert das Gleichgewichtsgefühl und das Reaktionsvermögen.

Kanufahren ist Natursport

Bitte beachten Sie auf Ihrer Tour ein paar Regeln für das naturnahe Kanuwandern: 

  • Immer in der Mitte fahren! Im Schilf und Röhricht leben Tiere, die ungestört bleiben möchten.
  • Nehmen Sie Rücksicht und verhalten Sie sich leise in der Natur! Bitte keine Musikgeräte oder Lautsprecher mitnehmen.
  • Nehmen Sie bitte Ihren Müll wieder mit!
  • Alle Pflanzen sind wichtig für das Ökosystem Fluss. Deswegen: Erfreuen Sie sich an ihnen, aber lassen Sie sie bitte stehen.
  • Nutzen Sie nur die ausgewiesenen Einstiege und Rastplätze. Besuchen Sie ruhig einmal die lokale Gastronomie, übernachten Sie auf Campingplätzen oder in den Hotels und Ferienwohnungen.
  • Die Hunte darf nur an den Ein-, Ausstiegs- und Raststellen betreten werden. Auf den Sandbänken sind seltene und gefährdete Libellen zu Hause und dürfen nicht als Raststätte genutzt werden.