Wälder
Wanderweg im Wald, der entlang einer Holzbrücke führt. Die Bäume blühen in einem satten Grün und das Sonnenlicht strahlt in hellem Gelb durch die Bäume.© Stadt Twistringen

Der Naturpark Wildeshauser Geest zeichnet sich durch eine vielfältige und abwechslungsreiche Waldlandschaft aus. Zahlreiche Mischwälder prägen das Bild, von denen viele unter Naturschutz stehen und einen wertvollen Lebensraum für eine große Zahl von Tier- und Pflanzenarten bieten. Zu den bedeutendsten Waldgebieten zählen unter anderem der Hasbruch, das Stenumer Holz, das Barneführerholz, die Wälder bei Stühe, das Friedeholz bei Syke, das Bassumer Friedeholz sowie das Herrenholz, die Westermark und die Erdmannwälder bei Neubruchhausen. Auch entlang von Bachläufen wie Hombach, Finkenbach und Klosterbach finden sich naturnahe Waldstrukturen.

In einigen dieser alten Wälder stehen beeindruckende Baumveteranen: Im Hasbruch wächst mit der Friederikeneiche der älteste Baum Norddeutschlands, während im Barneführerholz vermutlich die älteste Douglasie Europas zu finden ist. Die besondere Erscheinung vieler Bäume geht auf die historische Nutzung als Waldweide zurück. Über Jahrhunderte hinweg formte diese Nutzungsform knorrige Eichen und Hainbuchen, die heute eindrucksvolle Zeugnisse der Kulturlandschaft sind. Im Hasbruch wird diese Tradition inzwischen wieder aufgegriffen: Dort erfolgt erneut die sogenannte Hutebeweidung mit Schottischen Hochlandrindern, wodurch offene und halboffene Lebensräume enstehen, was den Wald an diesen Stellen zu einem strukturreicheren und damit artenreicheren Lebensraum macht.

Blick über eine grüne Wiese, die von einer Wallhecke und alten Bäumen gesäumt wird; im Vordergrund stehen ein Baumstamm und dichter Bewuchs.© Naturpark Wildeshauser Geest

Wallhecken

Ergänzt werden die Wälder durch ein dichtes Netz aus Heckenstrukturen, die als „verlängerte Arme“ der Waldgebiete gelten. Besonders Feldhecken gliedern die offene Agrarlandschaft, bieten Tieren geschützte Rückzugsräume und verbinden verschiedene Lebensräume miteinander. Gleichzeitig tragen sie zum Schutz der Böden vor Wind- und Wassererosion bei. Eine besondere Form dieser Strukturen sind die Wallhecken – mit Bäumen oder Sträuchern bewachsene Erdwälle, die zu den ältesten Elementen der Kulturlandschaft gehören. Ursprünglich dienten sie als lebendige Abgrenzungen von Weideflächen, boten Schutz und lieferten Holz. Heute sind sie selten geworden und stehen daher als geschützte Landschaftsbestandteile unter besonderem Schutz.

Waldgebiete im Naturpark

Barneführer Holz© Jörg Guhn
Urwald Baumweg© Gemeinde Großenkneten
Urwald Hasbruch© Jonas Marhoff, Naturpark Wildeshauser Geest
Warwer Sand© Jonas Marhoff, Naturpark Wildeshauser Geest