Großsteingrab bei Stenum | 33 SMK
Schon der Ortsname Stenums (Steinheim) kündet von der Jahrhunderte währenden engen Beziehung der Region zu ihren Findlingen und Großsteingräbern. Trotz des fragmentarischen Erhaltungszustandes bietet das Stenumer Grab in seiner Gesamtheit ein eindrucksvolles Bild
Das in Stenum vorzufindende Ensemble von Megalithgrab und Eiche erinnert an einen nicht unwesentlichen Strang der langen und wechselhaften Rezeptionsgeschichte von Großsteingräbern, mit dem wir in ähnlicher Weise beim Heidenopfertisch bei Engelmannsbäke konfrontiert werden: Mit patriotisch verklärtem Blick erklärte man Hünengräber in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den Symbolen deutscher Einheit - insbesondere so sie in Synthese mit der vermeintlich „deutschen Eiche“ in Erscheinung traten. Eilig begann man mancherorts in Nähe der jungsteinzeitlichen Monumente Eichen zu pflanzen und prägte somit ein Bild, das bis heute unsere Vorstellung von Megalithgräbern nachhaltig beeinflusst. Dass die Errichtung von Großsteingräbern diesen (Fehl-) Deutungen zum Trotz alles andere als ein typisch deutsches Phänomen verkörperte, sondern vielmehr europaweit verbreitet war, mochte damals niemand so recht wahrhaben...
Dieser Großsteingrab ist Teil der Straße der Megalithkultur (SMK).
Großsteingrab bei Stenum | 33 SMK
Am Hünengrab
27777 Ganderkesee
Arbeitsgemeinschaft Straße der Megalithkultur
Herrenteichsstraße 17-18
49074 Osnabrück
Das Großsteingrab ist zu jeder Zeit zugänglich.
- für jedes Wetter
- Deutsch
- Englisch
- kostenfrei
Von Hude über die L867 nach Bockholzberg (ca. 5,5 km). Dort rechts auf die B 212 Richtung Ganderkesee. Nach knapp 500 m links auf die K335 Richtung Delmenhorst. Das Großsteingrab liegt gut sichtbar auf einer Anhöhe rechts der K 335.
K 228 Ganderkesee Richtung Schierbrok / Stenum. Nach ca. 5 km im Kreisverkehr auf die K 227 / 335 Richtung Stenum. Das Grab folgt nach ca. 1,7 km links der K 335 gut sichtbar auf einer Anhöhe.

