Scheunenviertel Neubruchhausen
Acht Fachwerk-Feldscheunen konzentriert an einem Ort, zum Teil bis ins Detail liebevoll restauriert: Diese Scheunengruppe steht am östlichen Ortsrand von Neubruchhausen, nahe dem sogenannten Martfelder Ende. Das beeindruckende Ensemble ist in dieser Form in Niedersachsen einmalig. Die Scheunen gehörten einst zu den Hofstellen des Martfelder Endes, von denen sie rund 100 Meter entfernt sind.
Es gab mehrere Gründe dafür, diese Scheunen so konzentriert an diesem erhöhten Standort zu bauen. Dazu gehörten der Platzmangel an den Hofstellen, die Hochwassergefahr durch die Hache, vor allem aber der Brandschutz. Früher brannte es immer wieder in Dörfern und Städten, weil es in den Häusern offene Feuerstellen gab. Beim großen Brand am Martfelder Ende im Jahr 1858 wurden alle Höfe vernichtet – aber diese Scheunen blieben unversehrt.
Und das war für die Menschen sehr wichtig, denn in den Scheunen wurden die Ernte und viele landwirtschaftliche Geräte gelagert. Die Gebäude wurden als Durchfahrtsscheunen angelegt: Auf der einen Seite lagen die Felder, auf der anderen Seite die Höfe. So ersparte man sich den Weg durch das Dorf mit vollbeladenem Wagen.
Ein weiteres sehenswertes Scheunenviertel im Naturpark befindet sich in Harpstedt (Koems).
